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Katechese für Jugendliche in Tübingen (1)


Wann: 24.01.2026<

Am Samstag, dem 24. Januar 2026, fand in der Rumänisch-Orthodoxen Pfarrei „Heiliger Großmärtyrer Georg und Heiliger Ehrwürdiger Siluan vom Athos“ in Tübingen die erste Katechese im Rahmen des Projekts zur christlichen Familie statt, die sich an die jugendlichen Heranwachsenden der Gemeinde richtete.

Der Tag begann mit der Feier der Göttlichen Liturgie, die mit und für die Jugendlichen zelebriert wurde. Die jungen Teilnehmer sangen am Chorpult, gaben die liturgischen Antworten und empfingen die Heiligen Mysterien. Die Gebete vor und nach der Kommunion wurden abwechselnd auf Rumänisch und Deutsch gelesen und spiegelten so die Lebenswirklichkeit der Diaspora wider.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte die katechetische Einheit, die von Pfarrer Nicolae Gilla und George Nișcoveanu geleitet wurde, mit der Unterstützung von Pfarrfrau Adina Gilla und Roxana Nișcoveanu. Das Thema der Katechese hob hervor, dass die Familie keine menschliche Erfindung ist, sondern eine von Gott gesegnete Ordnung, wie sie in der Heiligen Schrift offenbart wird.
Ausgehend von den Texten der Genesis reflektierten die Jugendlichen über die Familie als Raum der Gemeinschaft, der gegenseitigen Unterstützung und der Liebe. Sie kamen zu der Erkenntnis, dass „Gott es ist, der die Familie zusammenhält“. In der Gruppenarbeit wurden die Werte der christlichen Familie – Liebe, Respekt, Vergebung und Gebet – ebenso thematisiert wie aktuelle Herausforderungen, etwa der Mangel an gemeinsam verbrachter Zeit oder der übermäßige Einfluss der Technologie.
Der zweite Teil der Katechese stellte die Hochzeit zu Kana in Galiläa in den Mittelpunkt. Dabei entdeckten die Jugendlichen, dass die Gegenwart Christi in der Familie den Mangel in Fülle verwandelt. Durch Rollenspiele und Improvisationen verstanden sie auf kreative und zugängliche Weise, wie wichtig es ist, dass das Familienleben auf Liebe und auf der Verbindung mit Gott gegründet ist.

Die Atmosphäre war offen und von Freude erfüllt. Einige Jugendliche berichteten, sie hätten „eine neue Perspektive auf die Familie und auf Gott“ gewonnen, andere schätzten besonders die Verbindung von Theorie mit praktischen und kreativen Aktivitäten. Die Rollenspiele halfen ihnen, die biblische Botschaft besser zu verstehen. Für viele wurde dieses Treffen als eine Zeit der Ruhe, der Gemeinschaft und der seelischen Stärkung erlebt.

Die Katechese bestätigte, dass die Arbeit mit Jugendlichen, wenn sie in der Heiligen Schrift verwurzelt und in Gemeinschaft gelebt wird, sichtbare Früchte trägt und die Verbindung zwischen Kirche, Familie und der jungen Generation in der Diaspora stärkt.

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